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DENDEMANN

Nachdem Zwo alias Rabauke nicht mehr mit am Start ist, nennt sich die unbestrittene Nummer Eins nun auch auf dem Plattencover DENDEMANN. In Erinnerungen schwelgend und vor Vorfreude wie eine heisse Ladung DND bersten wollend machte ich mich auf dem schnellsten und sichersten Weg vom Plattenladen in mein kleines stilles Kämmerchen, um meinen WG-Mitbewohnern, der umliegenden Nachbarschaft und meinem ganzen Stadteil laut zu tun: DAS NEUE ALBUM VON DENDE IST RAUS!!!
Bereits das im Stil eines altmodischen Schreibheftes gestaltete Plattencover entschädigte für den Kauf. Der Tintenfleck und der Kaffeering darauf verhießen, dass die Texte zu diesem Album nicht in einer Nacht und Nebelaktion aus dem Alphabet geschnitzt worden waren. Der pupsende weisse Teddy, der sich gleichfalls auf der Rückseite des Covers räkelt, kann gleichfalls als visuelles Wortspiel verstanden werden, da „Die Pfütze des Eisbergs“ klanglich fast blutsverwandt zu „Die Fürze des Eisbärs“ ist.
Aber zum Wesentlichen, der M U S I K.
Dendemann webt einen Klangteppich, dessen Beats und Bässe zwar auf der Höhe der Zeit stehen, die sich in Nuancen aber stets dem Zeitgeist widersetzen. Hier ein paar schräge Töne, dort ein ungewohnter Laut, so sehr man einige der Tracks auch in Clubs (besonders Inhalation, aber auch Sachmagehtsnoch) feiern kann, bis jeder Knochen klappert, zu Dendes unverwechselbar verspielten Texten fällt einem vieles ein, nur nicht eine Kopf nickende Schwadron der AGGRO-BERLIN-FRAKTION...
(die in dem langersehnten Remake von „ErsoIchso“ – glaube ich jedenfalls – sehr genial aufs Korn genommen und mit einem Blattschuss in den Tiefen der Klangwellen versenkt wird).
Zu den artistischen Wortjonglagen eines Dendemann wurde schon viel gesagt, in „Die Pfütze des Eisbergs“ nimmt sich Volker Racho zu seinem und unserem Glück nach wie vor nicht so ernst wie das andere Personen aus dem RAP-GESCHÄFT (Bushido & Co KG) zu tun pflegen. Immer wieder möchte man zurückspulen, weil einem ein Wortwitz so gut gefallen hat, dass man ihn loopen möchte. Trotz oder gerade wegen seines tiefgründigen Humors, der sich nicht scheut, in flache Gewässer zu robben, machen einige der Tacks nachdenklich. Ehrlich erzählt Dendemann von seinen und Jeder-manns Problemen (Endlich Nichtschwimmer, 3 ½ Minuten, Volle Kontrolle), er wühlt in der Vergangenheit, aber nicht pathetisch mit dem Ohr auf den Schienen der Geschichte, sondern Augen zwinkernd besinnt er sich zurück in jene Castle Greyskull – Alderaan und –Nick Knatterton Zeiten (höre: Track 15: Dende 74 mit Gwen McCrae!!!), in die auch mancher von uns an der Seite von Justus Jonas, Skeletor und Captain Future liebend gern zurückkehren würde (jedenfalls einen verregneten Septembernachmittag lang...)
Fazit: Alle Menschen, die vor vielen Jahren einmal gerne guten Hip Hop gehört haben, die aber den SIDO-Express, den AGGRO-Bagger und KOOL SAVAS-Dampfer verpasst haben, sei „Die Pfütze des Eisbergs“ auf das Trommelfell gehauen. Einige der Tracks kann man rauf und runter hören, ohne zu ermüden. Einige zahlen ihren Tribut an den Club, aber solange sie eine so heitere Botschaft wie „WAS IMMER DU TUST / SING MAL DEN BLUES / DAS LEBEN IST SO DERBE GEIL“ transportieren, verschmerze ich das und lausche weiter der „Reibeisernen Stimme, die klingt, als ob es leiser nicht gin-ge“. Die Pfütze des Eisbergs – Die Fürze des Eisbärs – Die Grütze des Fleischzwergs, whatever, hört Euch die Scheibe mal an und teilt mir mit, was Ihr davon gehalten habt!?
7.9.06 14:48
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


ichnuss (30.9.06 13:24)
kenn die scheibe noch nicht, hab dende aber im rahmen des reeperbahn-festivals live gesehen und da war er gut (wie immer).

aber: 4.10. bleubird (mit otto von schirach) im ausland/ berlin!!! check: www.myspace.com/bleubird

DAS iST DOCH MAL GEIL!


Fjaellet / Website (15.10.06 10:37)
genital, junge! zusammen mit der musikmaschine das rapalbum des jahrzehnts.

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